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1998

In den ersten beiden Jahren des österreichischen UNIFEM-Nationalkomitees konzentrierten wir uns auf das Problem der Frauenrechte und des Frauenhandels.

Am 3. Dezember 1998 veranstalteten wir einen Studientag und eine Abendveranstaltung zum Thema Menschenrechtserziehung: Frauenrechte.

Wir stellten CEDAW, die Konvention gegen jede Form der Diskriminierung von Frauen, vor. Die Einhaltung der Bestimmungen der Frauenrechtskonvention wird durch Berichte der Regierungen kontrolliert, die von den Expertinnen des CEDAW-Komitees gegengelesen und hinterfragt werden. Die berichtlegenden Staaten müssen einen zusätzlichen spezifischen Fragenkatalog der CEDAW-Expertinnen beantworten, wobei das Komitee eine abschließende Einschätzung der Frauenrechtssituation im Lande gibt.

Der Studientag untersuchte, inwieweit durch Bekanntmachung und Diskussion der Frauenrechte mehr Druck auf die jeweiligen Regierungen gemacht werden kann, diese auch tatsächlich einzuhalten.

Lesen Sie die Bestimmungen der Konvention gegen jegliche Art der Diskriminierung gegen Frauen nach: http://www.un.org/womenwatch/daw/cedaw


 

1999

Im Dezember 1999 befassten wir uns mit dem Problem des Frauenhandels und den Möglichkeiten, ihn zu verhindern.

Unter dem Titel "Menschen als neue Ware – Menschenrechte, Frauenrechte und Menschenhandel" diskutierten B. Prammer, Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Konsumentenschutz, P. Arlacchi, Generaldirektor des UN-Büros für Drogenkontrolle und Konfliktprävention, I. Freudenschuss-Reichl, Präsidentin des Österreichischen Nationalkomitees für UNIFEM, B. Butterweck, La Strada sowie A. Kowalska, Lefö.

Jedes Jahr werden rund 2 Millionen Mädchen zwischen 5 und 15 Jahren gehandelt, verkauft oder zur Prostitution gezwungen. UNIFEM arbeitet gemeinsam mit der Internationalen Migrationsorganisation IOM gegen diesen Frauenhandel. Unter dem Slogan "Not a minute more" startete UNIFEM eine Kampagne mit Fakten und Daten gegen Gewalt gegen Frauen und Frauenhandel.

Die Diskussion zum Thema Menschenhandel beleuchtete den Entwurf des Protokolls der Vereinten Nationen von verschiedenen Perspektiven aus – aus der Sicht der Vereinten Nationen, der österreichischen Bundesregierung sowie österreichischer und tschechischer Frauenorganisationen.

Die TeilnehmerInnen waren sich einig, dass seit der vorangegangenen Podiumsdiskussion im Jahre 1998 beachtliche Fortschritte erzielt worden waren und es sich bei dem Protokoll um einen historischen Schritt auf dem Weg zur Anerkennung der Notwendigkeit handelt, gegen den Menschenhandel entschieden vorzugehen. Da Menschenhandel eine in zunehmendem Maße wichtige Form des internationalen organisierten Verbrechens darstelle, sei sowohl eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit als auch eine geeignete Gesetzgebung wichtig. Wiederholt wiesen die TeilnehmerInnen auf die Notwendigkeit hin, nicht nur die Zwangslage und Bedürfnisse der Opfer in den Zielländern zu erkennen, sondern auch die diesem Problem zugrunde liegenden Faktoren in den Herkunftsländern klar darzustellen.

UNIFEM arbeitet mit zahlreichen Frauenprojekten gegen den Frauenhandel.

Näheres unter: http://www.unifem.org/campaigns/november25/facts_figures.php

 

 

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