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Christina Zappella-Kindel, Sandra Frauenberger, Antonio Maria Costa, Lilly Sucharipa

   
 
  Nähkurs für ehemalige Kindersoldatinnen in Sierra Leone
 

 

Mag.a Renate Winter
(Foto: Laura Wildenrotter)

 
  Sommerkleider aus Sierra Leone
(Foto: Laura Wildenrotter)
   
   
 
Helene Schuberth, Lilly Sucharipa
(Foto: Laura Wildenrotter)
   
 
  Edeltraud Novy
(Foto: Laura Wildenrotter)
 

 

 

 
  Mitglieder des ÖNK für UNIFEM
(Foto: Laura Wildenrotter)
 
  Mitglieder des ÖNK für UNIFEM
(Foto: Laura Wildenrotter)
 
 

Lilly Sucharipa, Inés Alberdi
(Foto: Laura Wildenrotter)

 

 
  Barbara Prammer, Inés Alberdi
(Foto: Parlamentsdirektion)
 
  Inés Alberdi
(Foto: Parlamentsdirektion)
 

  Nationalratspräsidentin
Mag.a Barbara Prammer
(Foto: Parlamentsdirektion/Carina Ott)
 
  Dr.in Lilly Sucharipa, Nationalratspräsidentin Mag.a Prammer, Zweiter Nationalratspräsident Fritz Neugebauer
(Foto: Parlamentsdirektion/Carina Ott)
   
   

 

 

2009

Am 4.-5. März 2009 fand im Wiener Rathaus der Women's World Congress statt. Die Vorsitzende des Österreichischen Nationalkomitees für UNIFEM, Dr.in Lilly Sucharipa, war eine der EröffnungsrednerInnen dieser hochkarätig besetzten Konferenz.
Mehr Informationen zum Kongress finden Sie hier.

 

Kriegsverbrechen und Kindersoldatinnen
Diskussionsveranstaltung mit Richterin Renate Winter
Programm

Am 5. Juni hielt Frau Mag.a Renate Winter, Präsidentin des Sondergerichtshofs für Sierra Leone (SCSL), einen Vortrag über Kindersoldatinnen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, im Speziellen gegen Frauen.
Rund 50 Gäste waren an diesem Abend im ega zugegen und lauschten den ergreifenden Berichten Mag.a Winters über die von ihr geleiteten Prozesse gegen Kriegsverbrecher.
Richterin Winter hat im Zuge des Outreach-Programmes des Gerichtshofes ein Projekt ins Leben gerufen, das ehemaligen Kindersoldatinnen einen neuen Start ins Leben bietet. Es werden Kurse organisiert, in denen die Mädchen und Frauen traditionelles Nähen und Sticken lernen. Zudem lernen sie durch die Hilfe eines Lehrers Schreiben, Rechnen und den Umgang mit Maßen. Für viele der Teilnehmerinnen ist dies die erste Möglichkeit finanzielle Unabhängigkeit und berufliche Selbstständigkeit zu erfahren. Bisher konnte es rund 18 Mädchen ermöglicht werden an diesen Kursen teilzunehmen. Ein Kurs kostet 3.000€ und wird alleine über Spenden finanziert.
Im Anschluss an den Diskussionsabend hatten die Gäste die Möglichkeit, die von den Frauen selbst gefertigten Kleider zu erwerben. Ein Kleid hat je nach Größe 20-30€ gekostet, der Erlös des Verkaufs in der Höhe von 440€ kommt dem Projekt zu Gute.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam von ega, dem Österreichischen Nationalkomitee für UNIFEM und dem Vienna NGO Committee on the Status of Women organisiert und stand unter dem Ehrenschutz von Dr. Maria Berger, Richterin am EUGH.
Wir danken allen Gästen und SpenderInnen!

Hier finden Sie einen weiteren Bericht im online Juridicum Journal

 

Ist die Finanzkrise männlich?
Helene Schuberth und Edeltraud Novy berichten über geschlechtsspezifische Aspekte der aktuellen Wirtschaftskrise.
Dienstag, 16. Juni 2009, 19.00 Uhr

In Kooperation mit der diplomatischen Akademie Wien organisierte das österreichische Nationalkomitee für UNIFEM am 16.06 einen Vortrag zum Thema: Ist die Finanzkrise männlich?
Mit einem klaren „Ja“ antwortet die Hauptvortragende und Senior Advisorin der Österreichischen Nationalbank, Helene Schuberth. Sie führt dies nicht nur auf den geringen Anteil von Frauen in Führungspositionen und Regulierungsgremien zurück. „Es gibt wenig Grund anzunehmen, dass Frauen anders gehandelt hätten“ gibt sie zu bedenken. Als wesentlichen Grund für ihre Klassifizierung nennt die Expertin das Fundament, das dem System zu Grunde liegt und zutiefst männlich geprägt ist. Das Bizarre dabei: von den Auswirkungen der Finanzkrise sind überwiegend Frauen betroffen, vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern. „Höhere Arbeitslosigkeit, weniger Einkommen, Ausweitung des informellen Arbeitsmarktes und höhere Kindersterblichkeit sind nur einige der Folgen unter denen Frauen nun verstärkt leiden“ so Helene Schuberth.
Auch Edeltraud Novy betrachtet die Finanzkrise nicht als „geschlechtsneutral“. Frauen besitzen nur 1% des Weltvermögens – damit haben sie sicher keine Krise ausgelöst. Weiters betont die Vorsitzende des Vereins Joan Robinson, dass Frauen sich zu wenig mit dem Thema Wirtschaft beschäftigen, vor allem in den Ländern des Südens. Dies steht im Widerspruch zum Grad ihrer Betroffenheit. So wurden durch die Asienkrise die Entwicklungserfolge von fast 20 Jahren zerstört.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Lilly Sucharipa, der Präsidentin des österreichischen Nationalkommitees für UNIFEM. „Der Abend war sehr spannend. Auf die Referate folgte ein angeregter, fruchtbarer Dialog. Die ZuhörerInnen haben dabei auch untereinander ihre Meinungen ausgetauscht“, freut sich die Präsidentin.

 

Besuch von Inés Alberdi in Wien

Am 12. Juli 2009 trafen sich Mitglieder des österreichischen Nationalkomitees für UNIFEM mit der Exekutivdirektorin von UNIFEM, Inés Alberdi, zu einem gemütlichen Beisammensein beim Heurigen „Zimmermann“. Lilly Sucharipa überreichte bei dieser Gelegenheit Inés Alberdi einen „Scheck“ über 4.500 € für den UN Trust Fund for the Elimination of Violence against Women.
Inés Alberdi dankte dem österreichischen Nationalkomitee für seinen Beitrag zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen. Die derzeitige Finanzkrise wirke sich auch auf das Donorverhalten negativ aus. Daher ist jeder Beitrag von besonderer Bedeutung. Die Exekutivdirektorin lobte weiters die Arbeit des ÖNK.
Der Abend gab den Mitgliedern die Gelegenheit Inés Alberdi näher kennenzulernen und mit ihr und ihrer für Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Mitarbeiterin, Anette Braun, über die Arbeit von UNIFEM und über Fortschritte in der Diskussion über die geplante UN Gender Entity zu sprechen. Inés Alberdi war optimistisch, dass diese Gender Entity, die die mit Genderangelegenheiten befassten UN Einheiten unter einer möglichst hochrangigen Leitung zusammenfassen soll, bald verwirklicht werden könnte.

Dear Lilly,
I wanted to thank you once again for the wonderful evening you organized last week in Vienna. I very much enjoyed the opportunity of getting to know you and other energetic members of the obviously very active and well-positioned Austrian National Committee for UNIFEM.
I sincerely appreciate the generous contribution of the Austrian National Committee to the UN Trust Fund. As it turns out, it was a precursor to more resources to come: upon my return, I learned that Austria will contribute again 150,000 Euro to both UNIFEM core and the UN Trust Fund. I know that much of the groundwork to receive these contributions is done by the National Committee and I want to thank you for this as well.
Please give my warmest regards also to the other members of the National Committee. I look very much forward to continue to work with you.
Best regards
Inés

Inés Alberdi nahm auf Einladung von Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer an einer IPU Konferenz zum Thema "Gewalt gegen Frauen" am 13. und 14. Juli 2009 in Wien teil.

Sie präsentierte Ergebnisse einer jüngst durchgeführten Untersuchung über die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Frauen. Besonders betroffen seien Frauen in den Entwicklungsländern mit stark exportabhängigen Volkswirtschaften. 22 Millionen Frauen könnten im Zuge dieser Krise weltweit ihren Arbeitsplatz verlieren, wird laut Alberdi prognostiziert. In diesem Zusammenhang nehme bedauerlicherweise auch das Ausmaß der Gewaltanwendung gegen Frauen zu. Direktorin Alberdi plädierte daher dafür, den Genderaspekt in allen Konjunkturpaketen zu beachten. Man müsse fragen, welchen Menschen es konkret nütze, wenn man sich zur Unterstützung der Autoindustrie, von KMU im Exportsektor, oder von Textilunternehmen entscheide. Es geht um Gender-Budgeting, betonte Alberdi.

Zudem sei weltweit darauf zu achten, dass die Industrieländer und die Finanzinstitutionen die Versprechungen erfüllen, die sie zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele abgegeben haben. Große Chancen sah Alberdi im Sektor der "Grünen Wirtschaft". Dort könnten menschenwürdige Arbeitsplätze für Männer und Frauen geschaffen werden. Das selbe gelte für Investitionen in die Landwirtschaft der Entwicklungsländer, wo Kleinbäuerinnen einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Ernährungssituation in den Ländern des Südens leisten könnten.

Die 16 anwesenden Parlamentspräsidentinnen unterzeichneten bei dieser Gelegenheit die "Say NO to Violence" Kampagne von UNIFEM.

Näheres über die Konferenz kann auf www.parlament.gv.at und www.unifem.org nachgelesen werden. Nützen Sie die Gelegenheit, die neue website von UNIFEM zu besuchen.

SAY NO - UNITE! End Violence against Women!

Vor 10 Jahren wurde von den Vereinten Nationen in New York der 25. November als Internationaler Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen ausgerufen. Die 16 Tage zwischen dem 25. November und dem 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, bilden den Höhepunkt in der Kampagne des UN Generalssekretärs zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen.
Das Österreichische Nationalkomitee für UNIFEM hat in den vergangenen Jahren die Kampagne „Say NO to Violence against Women“ tatkräftig und mit finanziellen Mitteln unterstützt. Wir möchten uns auch heuer wieder in die neu gestartete Folge-Kampagne unter dem Titel “Say NO – UNITE. End Violence against Women“ einbringen. Einzelpersonen, Organisationen, NGOs und Regierungen sind aufgerufen sich an Aktionen gegen Gewalt gegen Frauen zu beteiligen.

Das Österreichische Nationalkomitee für UNIFEM hat am 10. Dezember mit Unterstützung durch Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer einen Unterschriften-Aktionstag im Parlament abgehalten. Alle Regierungsmitglieder und 79 Abgeordnete zum Nationalrat unterschrieben die Kampagne der VN. Insgesamt konnten an diesem Tag 189 Unterschriften gesammelt werden.

Diese vom Österreichischen Nationalkomitee initiierte Aktion scheint bereits auf der website der „Say NO – UNITE. End Violence Against Women“ website der UN auf. Ebenso wird die anlässlich des heutigen Tages im Bundeskanzleramt stattgefundene Veranstaltung zu Gewalt gegen Frauen, die von Bundeskanzler Werner Feymann und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek eröffnet wurde als Aktion in die website aufgenommen werden.Weitere Aktionen, vor allem Informationsveranstaltungen, sind geplant.

Sollten Sie Aktivitäten haben, die Sie auf die UN website stellen wollen, so sind wir dabei gerne behilflich. Wir würden uns freuen, wenn sich möglichst viele Mitglieder, Organisationen, Regierungsstellen und private Unternehmen an der Kampagne beteiligen und das Engagement Österreichs im Kampf zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen damit deutlich zum Ausdruck bringen.

Dr.in Lilly Sucharipa, Obfrau ÖNK für UNIFEM

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